... in einem Universum, das plötzlich der Illusionen und des Lichts
beraubt ist, fühlt der Mensch sich fremd ... Überzeugt von dem rein
menschlichen Ursprung alles Menschlichen, ist er also immer unterwegs -
ein Blinder, der sehen möchte und weiß, daß die Nacht kein
Ende hat. Camus
In irgend einem abgelegenen Winkel des in zahllosen Sonnensystemen
flimmernd ausgegossenen Weltalls gab es einmal ein Gestirn, auf dem
kluge Thiere das Erkennen erfanden. Es war die hochmüthigste und
verlogenste Minute der 'Weltgeschichte': aber doch nur eine Minute.
Nach wenigen Athemzügen der Natur erstarrte das Gestirn, und die
klugen Thiere mußten sterben - So könnte Jemand eine Fabel erfinden
und würde doch nicht genügend illustrirt haben, wie kläglich,
schattenhaft und flüchtig, wie zwecklos und beliebig sich der
menschliche Intellekt innerhalb der Natur ausnimmt.
Nietzsche
WIE DIE VISION, AUF NICHTS GEBAUT, SO WERDEN TUERME,
HOCH BIS ZU DEN WOLKEN, DIE PALAESTE,
DIE HEILIGEN TEMPEL, SELBST DER GROSSE ERDBALL,
UND ALLES, WAS DARAN NUR TEILHAT, SICH AUFLOESEN
UND NICHT MAL WOELKCHEN HINTERLASSEN.
WIR SIND AUS SOLCHEM STOFF WIE TRAEUME SIND,
UND UNSER KLEINES LEBEN UMGIBT EIN SCHLAF.
Shakespeare "Der Sturm"